Schützenbruderschaft St. Annae et Katharinae
Wuppertal-Beyenburg - gegr. 1383
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Aus dem Archivbestand ersehen wir, dass es
ursprünglich wohl zwei Bruderschaften gegeben hat, die
der hl. Anna (1522 erstmals erwähnt) und die der hl.
Katharina. Obwohl in der Abschrift der alten Rolle um
1517 nur von der Bruderschaft die Rede ist.

Unterlagen aus dem Jahre 1640 führen bereits den Titel
“St. Annae et Katharinae“. Noch verwirrender ist die
Tatsache, dass unsere Bruderschaft um die Mitte des 19.
Jh. Kreuzbrüderschaft genannt wird, was deutlich auf
ihre Beziehung zum Orden vom Hl. Kreuz hinweist.
Da Vieles aktenmäßig nicht mehr nachzuvollziehen ist,
wird die genaue Ursprungsgeschichte der Bruderschaft
wohl weiterhin im Dunkeln verbleiben.

Sicher ist, dass die Bruderschaft (Bruderschaften?) Ende
des 14. Jh. unter der geistlichen Obhut des
Kreuzbrüderordens bestand.

Sie galt, laut ihrer Regel, als Partizipant des Ordens und
hatte an allen Gnadengaben, die dieser Orden erwirkte,
teil. Der Orden kannte, wie andere auch, verschiedene
Stufen
er Zugehörigkeit, wobei die der Partizipanten eine der
niedrigsten Stufe bildete.

Wie bereits anfänglich erwähnt, waren die
Bruderschaften eine Stütze der sozialen Ordnung und
förderten durch ihr Tun das Gemeinwohl in Kirche und
Gesellschaft.

Aus der Bruderschaftsrolle erfahren wir, dass die hiesige
Vereinigung u.a. für den Unterhalt der Kerzen in der
Pfarrkirche zu Steinhaus verantwortlich war. Des
Weiteren bildeten das Begräbnis der Verstorbenen,
welches in Pestzeiten lebensgefährlich war, und das
Gebet für die Toten einen Schwerpunkt im Leben der
Bruderschaft.




Die Patronate der hl. Anna und Katharina lassen auf
noch weitere soziale Dienste schließen, die aber leider
nicht belegt sind.

Der dritte Schutzheilige der Bruderschaft, der hl.
Sebastian, galt allgemein als Schutzpatron der
Schützen. Des Gleichen wurde er als Pestheiliger
verehrt. Dies läßt vermuten, dass die Brüder und
Schwestern der Bruderschaft auch bei der Pflege und
Versorgung der Pestkranken, oder überhaupt Kranker,
geholfen haben.

Viele Fragen bleiben unbeantwortet! Jedenfalls ist
sicher, dass die Bruderschaft St. Annae et Katharinae
sehr eng mit unserem Pfarrleben und dem
Kreuzherrenkloster verbunden gewesen war und noch
ist.

Präses Pater G. P. Vos OSC schrieb anlässlich des 600-
jährigen Jubiläums 1983:

„Das kirchliche Leben war eng verflochten mit unserer
Bruderschaft. So ist es bis zum heutigen Tag geblieben.
Jahrhunderte lang hat die Bruderschaft unser
Pfarrleben geprägt, und bildete die Basis für eine
christliche Gemeinschaft! Tradition wird geübt; die
Gegenwart lebt von der Vergangenheit und baut darauf
auf. Aber das Geistliche steht doch im Vordergrund.

Dafür sind wir dankbar. Beyenburg und
Schützenbruderschaft gehören zusammen.“


Br. Dirk Wasserfuhr OSC
Von den Anfängen der Schützenbruderschaft - Teil 2

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